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  • Bd. 1 Nr. 1 (2021)

    Die Erstausgabe der Zeitschrift für Sprachlich-literarisches Lernen und Deutschdidaktik (SLLD-Z) möchten wir zum Anlass nehmen, als Auftakt drei prominente Vertreter*innen des Faches zu Wort kommen zu lassen. Ihre jeweils individuellen Überlegungen und Perspektivierungen berühren Fragen des Publizierens, der Wahrnehmung internationaler Befunde und der gewählten Forschungsausrichtungen innerhalb der Deutschdidaktik. Alle drei Beiträge basieren auf eigenständigen Hauptvorträgen, die im Mai 2020 auf der Eröffnungstagung des Open-Access-Publikationsformates SLLD gehalten wurden. Als Gemeinsamkeit teilen sie die Anregung, kritisch über die etablierten Forschungspfade sowie die rezeptiven wie produktiven Publikationspraktiken innerhalb des Faches nachzudenken und das Selbstverständnis der Deutschdidaktik als forschende Disziplin weiter zu schärfen.

    Die Ausführungen von Reinold Funke beleuchten den Kontext und die Produktionsbedingungen wissenschaftlicher Veröffentlichungstätigkeiten in der Deutschdidaktik und laden zu einer Selbstreflexion des Faches – einschließlich seiner Chancen und Risiken für das Publizieren – ein. Der Beitrag von Iris Winkler plädiert für eine stärkere Berücksichtigung internationaler Forschung innerhalb der deutschsprachigen Literaturdidaktik. Am Beispiel bestehender Annahmen zum literarischen Gespräch sowie dem Wechselspiel von leser- und textorientierten Zugängen zeigen ihre Betrachtungen auf, wie der Einbezug internationaler Forschungsbefunde zu einer Perspektiverweiterung und Absicherung deutschdidaktischer Forschung führen kann. Mit Fokus auf das sprachliche Lernen nimmt Michael Becker-Mrotzek in seinem Beitrag eine Positionsbestimmung für die Deutschdidaktik vor und spricht sich für die Notwendigkeit einer verstärkt empirischen Erforschung der sprachlich-literarischen Kernbereiche aus.

    Die Beiträge tragen aus je spezifischem Blickwinkel Überlegungen dazu bei, wie Forschen und Publizieren in der Deutschdidaktik und verwandten Disziplinen jetzt und in Zukunft aussehen könnte. Wir freuen uns auf weitere Perspektiven und Einblicke in aktuelle Forschungen, die zukünftig in SLLD-Z vorgestellt werden.

    Die Ausgabe 1 (2021) wird fortlaufend um weitere Beiträge ergänzt.

    Das Redaktionsteam