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Nr. 06: Working on it. Zeitgenössisches Arbeiten und digital-mediale Produktion in der Gegenwartskunst

Ausgabe 01/2021

Veröffentlicht: 2021-07-30

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Sophie Ribbe und Annette Urban

EDITORIAL: WORKING ON IT

ZEITGENÖSSISCHES ARBEITEN UND DIGITAL-MEDIALE PRODUKTION IN DER GEGENWARTSKUNST

Im Zuge der immer tiefer in unseren Alltag vordringenden Digitaltechnologien und entsprechenden (digital-)medialen Praktiken wenden sich die seit Jahrzehnten breit geführten Debatten um die Digitalisierung verstärkt der Verschränkung der verschie­denen Lebensbereiche zu. Denn zwischen Freizeit, Konsum, Information, Unterhal­tung, Sozialleben und Arbeitswelt lässt sich infolgedessen vielfach nur noch schwer unterscheiden. Die damit verbundenen Transformationen des Arbeitens sind spätes­tens durch die Corona-Pandemie wie in einem Brennglas hervorgetreten: Seien es die digitale Telearbeit im Homeoffice, der im Stadtraum gut zu beobachtende Anstieg der Logistik, von Paketboten bis hin zu farbenfroh berucksackten Fahrradkurieren für di­gitale Dienstleister, der weniger sichtbare Zuwachs von über Plattformen organisier­ter, oft ebenso prekarisierter Gig Work von digitalen Selbstständigen oder aber die in anderen, besonders reproduktiven und pädagogischen Arbeitsfeldern zutage tretende Schwierigkeit, digital auf Distanz zu gehen.[1]

Mit dem Verschwimmen der genannten Bereiche haben sich auch die Umgangsweisen mit dem Computer als zwar universaler, aber doch primär zu Arbeitszwecken vorgese­hener Rechenmaschine radikal entdifferenziert – begonnen schon mit dem nicht von ungefähr so genannten Personal Computer und erst recht mit den heute immer mehr Funktionen vereinenden, mobilen und smarten Endgeräten.[2] Diese haben nicht zuletzt für eine bis dahin unbekannte Verschmelzung mit den Kameramedien Fotografie, Film bzw. Video und im Verbund mit Online-Plattformen wie YouTube und Messenger-Diensten für eine ebenso ubiquitäre Produktion wie Verbreitung von Medieninhalten, in erster Linie vernakulärer Handyfilme und -fotos, gesorgt.[3]

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[1] Vgl. Waitz, Thomas: Gig-Economy, unsichtbare Arbeit und Plattformkapitalismus. Über „Amazon Mechanical Turk”, in: Zeitschrift für Medienwissenschaft, Heft 16: Celebrity Cultures, Jg. 9 (2017), Nr. 1, S. 178–183.

[2] Vgl. Schwarte-Amedick, Margret: Von papierlosen Büros und menschenleeren Fabriken, in: Pias, Claus (Hg.): Zukünfte des Computers, Berlin 2005, S. 67–86.

[3] Vgl. Vonderau, Patrick/Snickars, Pelle (Hg.): The YouTube Reader, Stockholm 2009.